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Nicht zur Verteilung, Veröffentlichung oder Weiterleitung in den USA, Kanada, Australien und Japan.
Diese Pressemitteilung stellt kein Angebot für den Verkauf oder den Kauf von Wertpapieren in den USA dar. Die Aktien der Premiere AG dürfen in den USA nur nach vorheriger Registrierung nach den Vorschriften des U.S. Securities Act von 1933 in der gültigen Fassung oder aufgrund einer Ausnahme vom Registrierungserfordernis angeboten oder verkauft werden. Es findet kein öffentliches Angebot von Aktien in den USA statt.

Premiere veröffentlicht Jahresabschluss 2008 und Ergebnisse des 4. Quartals 2008

Geschäftsjahr 2008 (Zahlen ohne Home of Hardware*):
• Umsatz bei 941,1 Mio. € (2007: 937,2 Mio. €)
• EBITDA minus 57,0 Mio. € (2007: plus 83,6 Mio. €)

4. Quartal 2008 (Zahlen ohne Home of Hardware*):
• Umsatz bei 236,1 Mio. € (Q4 2007: 261,3 Mio. €)
• EBITDA minus 44,5 Mio. € (Q4 2007: plus 13,5 Mio. €)
• 2,399 Mio. Abonnenten zum 31. Dezember 2008 (Q3 2008: 2,411 Mio.)

Nettoverlust (inklusive Home of Hardware, aufgegebene Geschäftsaktivität)
• Nettoverlust 2008 in Höhe von 269,4 Mio. € (2007: 51,6 Mio. €)
• Nettoverlust im 4. Quartal 2008 von 114,3 Mio. € (Q4 2007: 23,5 Mio. €)

Nettoverbindlichkeiten zum 31.12.2008 in Höhe von 318,1 Mio. € (zum 30.9.2008: 307,0 Mio. €)

Ausblick:
• Stabile Abonnenten-Zahl im 1. Halbjahr 2009, Wachstum nach Relaunch und neuen Marketinginitiativen ab 3. Quartal 2009 erwartet
• Für 2009 wird ein negativer Cash-Flow zwischen 250 Mio. € und 275 Mio € sowie ein erheblicher EBITDA-Verlust erwartet
• EBITDA- und Cash-Flow-Breakeven auf Monatsbasis im Laufe des 4. Quartals 2010 angestebt, wobei die Ergebnisse für das Gesamtjahr noch negativ sein werden 
• Premiere plant ab dem Jahr 2011 Nettogewinn und positiven Cash-Flow

München, 16. Februar 2009. Der Umsatz von Premiere ist im Geschäftsjahr 2008 leicht auf 941,1 Mio. € (2007: 937,2 Mio. €) gestiegen. Inklusive Home of Hardware (HoH) betrug der Gesamtumsatz 1.017,1 Mio. €, übereinstimmend mit dem Ausblick von mindestens 1.015 Mio. €, den Premiere im November 2008 gegeben hatte. Die Aufwendungen stiegen auf 998,1 Mio. € (2007: 853,6 Mio. €), hauptsächlich bedingt durch höhere Programmkosten für die Bundesliga, höhere Ausgaben für die Programmverbreitung und geringere sonstige betriebliche Erträge im Vergleich zu 2007. Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen) lag ohne Home of Hardware bei minus 57,0 Mio. € (2007: plus 83,6 Mio. €) und inklusive Home of Hardware bei 59,5 Mio. €.

Das Finanzergebnis betrug minus 59,5 Mio. € (2007: minus 39,5 Mio. €). Der Steueraufwand erhöhte sich auf 48,8 Mio. € (2007: 2,2 Mio. €), hauptsächlich bedingt durch latente Steuern. In der Folge lag das Netto-Ergebnis – inklusive Home of Hardware (aufgegebene Geschäftsaktivität) – bei minus 269,4 Mio. € (2007: minus 51,6 Mio. €) und der operative Cash-Flow bei minus 108,1 Mio. € (2007: minus 34,4 Mio. €). Die Nettoverbindlichkeiten beliefen sich zum Ende des 4. Quartals 2008 auf 318,1 Mio. € (3. Quartal 2008 307 Mio. €). Die Ergebnisse des Jahres 2008 sind negativ beeinflusst durch die Sicherheitslücke im Verschlüsselungssystem von Nagravision, die erst am 10. November 2008 geschlossen werden konnte, und durch die Unsicherheit, ob Premiere ab der Saison 2009/10 weiterhin die Rechte für die Übertragung der Fußball-Bundesliga besitzt. Am 28. November 2008 konnte sich Premiere die Live-Rechte für die Bundesliga sichern.

Im 4. Quartal 2008 verbuchte Premiere einen Gesamtumsatz  von 236,1 Mio. € (4. Quartal 2007: 261,3 Mio. €). Die operativen Kosten stiegen auf 280,5 Mio € (4. Quartal 2007: 247,8 Mio. €). Das EBITDA betrug minus 44,5 Mio. € (4. Quartal 2007: plus 13,5 Mio. €).  Der Nettogewinn lag bei minus 114,3 Mio. € (4. Quartal 2007: minus 23,5 Mio. €). Der operative Cash-Flow im 4. Quartal 2008 belief sich auf minus 9,8 Mio. € (4. Quartal 2007: plus 24,3 Mio. €).

Zum Ende des 4. Quartals 2008 zählte Premiere 2,399 Millionen direkte Abonnenten (31. Dezember 2007: 2,534 Millionen), im Vergleich zum 3. Quartal 2008 (2,411 Millionen) ist dies ein Rückgang um rund 12.000 Kunden. Dem Gewinn von rund 21.000 monatlich zahlenden Abonnenten stand der Abgang von rund 33.000 Flex-Kunden gegenüber. Premiere konnte während des 4. Quartals insgesamt 153.000 neue Abonnenten gewinnen, 25 Prozent mehr als im 4. Quartal 2007. Diese 153.000 Zugänge gliedern sich auf in 147.000 monatlich zahlende Abonnenten, was einem Zuwachs im Vergleich zum 4. Quartal 2007 von 56.000 Kunden oder von 60 Prozent entspricht, und in rund 6.000 Flex- und Prepaid-Kunden. Aufgrund des Auslaufens des Flex-Angebotes betrug die Kündigungsquote im 4. Quartal 2008 23,1 Prozent und war damit höher als im 3. Quartal 2008 (21,4 Prozent). Der ARPU (Umsatz pro Kunde) im 4. Quartal 2008 betrug 23,86 € und lag damit geringfügig unter dem Wert des 3. Quartals 2008 (23,92 €). Am Ende des Jahres 2008 hatte Premiere rund 691.000 Wholesale-Kunden (4. Quartal 2007: rund 790.000).

Mark Williams, Vorstandsvorsitzender der Premiere AG: „2008 war ein sehr schwieriges Jahr, in dem wir einen großen finanziellen Verlust und eine Liquiditätskrise überstehen mussten, die unsere Existenz bedroht hatte. Die langfristige Finanzierungsstruktur, die wir im Dezember mit News Corp und unserem Banken-Konsortium vereinbart haben, war der Schlüssel für unser Überleben. Der nächste entscheidende Schritt ist jetzt die Zustimmung der Aktionäre zur Kapitalerhöhung auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 26. Februar und der Abschluss der Kapitalerhöhung in der ersten Jahreshälfte. In der ersten Hälfte dieses Jahres fokussieren wir uns ganz auf die Vorbereitung unseres Relaunchs, um in der zweiten Jahreshälfte einen entscheidenden Schritt nach vorne zu machen.“

Ausblick
Premiere erwartet, dass im Laufe des ersten Halbjahres 2009 die Abonnentenzahl stabil bleiben wird. Ein Wachstum wird erst ab dem 3. Quartal nach dem Relaunch und neuen Marketinginitiativen erwartet.
Der Anstieg des Programm-Umsatzes in 2009 wird höchstens rund 50 Mio. € betragen, weil die Wachstums-Initiativen erst nach Abschluss der Kapitalerhöhung in der zweiten Jahreshälfte beginnen können. Der Gesamtumsatz wird um weniger als 50 Mio. € im Jahr 2009 steigen, weil Einmaleffekte aus dem Jahr 2008 – wie der Verkauf von TV-Rechten an der FIFA Fußballweltmeisterschaft 2010 – für das laufende Jahr nicht wieder erwartet werden. Mehraufwendungen in 2009 bestehen aus zusätzlichen Kosten für die Fußball-Bundesliga und andere Sport-Rechte, einem Anstieg von anderen Programmkosten, weiteren Vertriebs- und Marketingkosten sowie höheren Übertragungs- und sonstigen Kosten. Dagegen werden 2009 keine signifikanten sonstigen betrieblichen Erträge erwartet. Als Ergebnis daraus geht das Unternehmen für das Jahr 2009 von einem  negativen Cash-Flow im Bereich von 250 bis 275 Mio. € und einem deutlichen EBITDA-Minus aus.

Premiere plant den Break-Even sowohl beim EBITDA als auch beim Cash-Flow auf Monatsbasis während des 4. Quartals 2010 zu erreichen, wobei beide Jahresergebnisse noch negativ sein werden. Premiere plant weiterhin, ab dem Jahr 2011sowohl einen positiven Nettogewinn als auch einen positiven Cash-Flow auszuweisen.  

Kontakt für Journalisten:  
Torsten Fricke
Unternehmenssprecher
Tel.: +49 89/99 58-63 50
torsten.fricke@premiere.de

Stefan Vollmer
Leitung Unternehmenskommunikation
Tel.: +49 89/99 58-63 77
stefan.vollmer@premiere.de

Kontakt für Investoren und Analysten:
Christine Scheil
Leitung Investor Relations
Tel.: +49 89/99 58-10 10 
christine.scheil@premiere.de 

* Premiere hat seinen Anteil an Home of Hardware (HoH) im Dezember 2008 verkauft. Nach IFRS 5-Standard wurde HoH als aufgegebene Geschäftsaktivität klassifiziert. Aus diesem Grund sind Umsätze und Kosten von HoH nicht Bestandteil dieser Bilanzmeldung und wurden herausgerechnet.

Diese Medienmitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf gegenwärtigen, nach bestem Wissen vorgenommenen Einschätzungen und Annahmen des Managements der Premiere AG beruhen. Zukunftsgerichtete Aussagen unterliegen bekannten und unbekannten Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die Ertragslage, Profitabilität, Wertentwicklung oder das Ergebnis der Premiere AG oder der Erfolg der Medienindustrie wesentlich von derjenigen Ertragslage, Profitabilität, Wertentwicklung oder demjenigen Ergebnis abweichen, die in diesen zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. In Anbetracht dieser Risiken, Ungewissheiten sowie anderer Faktoren sollten sich Empfänger dieser Unterlagen nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen verlassen. Die Premiere AG übernimmt keine Verpflichtung, derartige zukunftsgerichtete Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse und Entwicklungen anzupassen.

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