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Bernd Schuster im Premiere Interview: „Ich muss sehen, ob das in Madrid das ist, was ich auf längere Sicht machen möchte!“
- Real-Trainer stellt längerfristiges Engagement bei den Königlichen in Frage
- Franz Beckenbauer: „Bei den großen Clubs gibt es viele Gruppen und Eifersüchteleien!“

München, 19. September 2007. Ungeschlagener Tabellenführer in der spanischen Primera Division, Auftaktsieg gegen Werder Bremen in der UEFA Champions League, aber Zweifel an einem längerfristigen Engagement beim erfolgreichsten Fußballverein der Welt. Bernd Schuster, seit Anfang dieser Saison Trainer bei Real Madrid, hat nach dem 2:1-Erfolg in der europäischen Königsklasse gegen Werder Bremen überraschend Skepsis an einer dauerhaften Verpflichtung beim berühmtesten Club der Welt angemeldet.

In einem Exklusivinterview mit Premiere sagte der ehemalige deutsche Nationalspieler: „Alleine schon, wenn man in unser Stadion geht, spürt man, dass das jetzt ein ganz anderes Niveau ist. Obwohl ich von meiner aktiven Zeit diese gewaltigen Zuschauermassen kenne, muss ich mich auch erst wieder daran gewöhnen. Aber wenn man so lange Trainer bei kleineren Clubs war, merkt man natürlich, dass die Verantwortung jetzt noch größer ist als früher.“

Schuster weiter: „Ich weiß jetzt nicht, ob ich das so sagen kann. Aber ich muss einmal schauen, ob mir diese Art hier auf lange Sicht gefällt. Man muss das dieses Jahr laufen lassen. Was dann kommt, da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Es ist hier nicht mehr so wie zu meiner aktiven Zeit. Es werden keine Informationen, sondern nur Meinungen weitergegeben. Das ist keine schöne Geschichte. Natürlich weiß ich, dass man als Trainer eines großen Clubs damit leben können muss. Das werde ich sicherlich auch. Aber ich muss sehen, ob das hier auf längere Sicht das ist, was ich später einmal machen möchte.“

Franz Beckenbauer, der gemeinsam mit Bernd Schuster nach dem Champions-League-Match das Geschehen auf dem Rasen im Premiere Studio analysierte, konnte die überraschenden Äußerungen des Real-Trainers gut nachvollziehen: „Bei den großen Clubs gibt es viele Gruppen und Eifersüchteleien. Keiner gibt den Nächsten Informationen weiter. Bei den großen Teams ist das eben so. Ich habe das bei Olympique Marseille auch erlebt und habe nach einem Jahr die Konsequenzen gezogen, weil es mir keinen Spaß mehr gemacht hat. Bernd Schuster ist ja einer, der bislang bei kleineren Teams als Trainer angestellt war und dort praktisch der Alleinherrscher war. Hier in Madrid ist das natürlich anders, weil man viele verschiedene Gruppen hat, die alle versuchen, Einfluss zu nehmen.“

Für Rückfragen:
Emanuel Hugl
Premiere Sport-Kommunikation
Tel.: 089/9958-6371
emanuel.hugl@premiere.de
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